
DAS ICH
Ende der 1980er Jahre, als Bruno Kramm und Stefan Ackermann – damals noch junge New-Wave-Musiker – ihre ersten religionskritischen Demotapes verschickten, ahnten sie nicht, dass diese Veröffentlichungen schon bald ein völlig neues Musikgenre definieren würden: die „Neue Deutsche Todeskunst". Songs wie „Gottes Tod" und „Des Satans neue Kleider", die bis heute eine ganz eigene, ungebrochene Magie in sich tragen, wurden zu vielgesungenen Hymnen der Schwarzen Szene im frisch wiedervereinigten Deutschland. Bereits mit frühen Werken verband Das Ich Drama mit Musik, Expressionismus mit Klassik und Elektronik mit Gothic – in einer Intensität, die die Musiklandschaft bis dahin nicht kannte. Sie überschritten Grenzen und inspirierten unzählige Bands und Ausdrucksformen mit ihrer neuen Klangsprache – und tun das bis heute.