M'ERA LUNA LORE

DIE MONDGEBORENE STADT

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Wir schlagen ein neues Kapitel in dem Buch rund um die Legende auf, die das M'era Luna umrankt. Reist mit uns in Die Mondgeborene Stadt, einen Ort, umrankt von Mysterien, Geschichte und Andersweltlichkeit. 

Jedes Jahr enthüllen wir euch einen neuen Stadtteil, eine neue Landmarke oder Orte, die das jeweilige Festivaljahr bestimmen werden. Entdeckt mit uns die Stories die hinter der Mondgeborenen Stadt warten und seht dabei zu, wie die Stadt wächst und wächst.

Sie ist eine uralte Stadt. Ihre Anfänge verlieren sich im Dunkel der Zeit und ihr wahrer Name ist längst in Vergessenheit geraten. Lange war sie nur ein verschlafenes Örtchen in einem beschaulichen Tal, mit engen Gassen, windschiefen Häusern über deren Dächern zu jeder vollen Stunde die Kirchenglocken läuteten und in dessen Stadtpark der Kampf gegen das üppige Grün nur leidlich gewonnen werden konnte.

Doch ihr Schicksal sollte sich ändern, als der Mond auf die Erde fiel. Ein Meteorit schlug in der Innenstadt ein und legte sie in Schutt und Asche. Was jedoch niemand der Stadtbewohner, noch diejenigen wussten, die dem brennenden Ort zu Hilfe kamen: Mit dem Aerolithen kam etwas, das das Ende aller Dinge bedeuten würde, wenn es erwacht.

Seit diesem finsteren Tage war die Stadt nicht mehr dieselbe. Wunderliche Dinge fingen an zu geschehen.

Einmal im Jahr, wenn der Mond wieder in jenem unheiligen Aspekt steht, regt sich der Schrecken unter der Stadt. In diesen Nächten, wenn der Mond sein wahres Gesicht offenbart, fällt die Stadt der Dunkelheit anheim. Die Mondgeborenen herrschen dann über den Ort und unter dem kalten Blick des bleichen Auges am Firmament geschehen unaussprechliche Dinge…

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Der Fahle Brunnen

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Mitten auf dem Hauptplatz wurde nach dem Meteoriteneinschlag ein Brunnen gebaut. Dabei wurde nicht nur der Stein, sondern auch die Metalle, die der Meteorit mit sich trug, zum Bau benutzt. Nach und nach entwickelten sich die Bauarbeiten zunehmend zu einem Fieberwahn, was auch das Erscheinungsbild des Brunnens eindeutig erkennen lässt. Der Brunnen geriet zu groß, zu opulent, seltsam finster, obwohl er aus dem bleichen Mondgestein gefertigt wurde und war mit so vielen Ornamenten und Ziselierungen versehen, dass es fast Schmerzen bereitet, ihn anzusehen. Auch geht im Mondlicht ein unheimlicher Schimmer von den Metallintarsien aus und Stadtbewohner berichten von leisen flüsternden Stimmen in der Nähe des Brunnens. Warum die Handwerker so stark von den eigentlichen Ursprungsentwürfen des Brunnens abwichen, ist unklar. Es wird jedoch berichtet, dass sich alle Steinmetze und Schmiedemeister, die am Bau des Brunnens beteiligt waren, entweder gegenseitig umbrachten, sich in ihren Werkstätten ihre Werkzeuge selbst in die Augen trieben, oder, im besten Fall, spurlos verschwanden.